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Der Unterschied

Projektregeln, die der Agent nicht überlesen kann

Das Rules-File war da. Der Agent hat genickt und daran vorbei gebaut. Bei Anvil Coder stehen deine Regeln in jedem einzelnen Prompt, und was maschinenlesbar ist, wird am Ergebnis geprüft: ein Verstoss ist ein Befund im Lauf, kein Kommentar im Review.

Warum Prüfen am Ende zu spät ist

Freitag, 11:00, Review vor dem Release. Der Agent hat die Schichtung umgangen und direkt aus dem Controller in die Datenbank geschrieben. Die Regel stand im Rules-File. Sie stand dort auch beim letzten Mal.

Der übliche Weg ist: erst generieren, dann prüfen. Ein Linter, ein Scanner, ein Review, und was durchfällt, wird nachgebessert. Das trägt bei einzelnen Dateien. Bei einem Projekt aus hunderten parallelen Arbeitsschritten hat sich ein struktureller Fehler aus Schritt 12 bis Schritt 200 fortgepflanzt. Ihn dann zu finden ist kein Nachbessern mehr, sondern Umbauen, und der Kontext, in dem er entstand, ist längst weg. Darum prüft Anvil Coder bei jedem Schritt, nicht am Ende.

Was in jedem Prompt steht

Die Invarianten stehen nicht in einer Dokumentation, die ein Modell gelesen haben könnte. Sie stehen in jedem Prompt, bei jedem Schritt, für jeden Stack.

OWASP Top 10
Die zehn häufigsten Sicherheitsfehler in Webanwendungen, als Vorgabe beim Bauen statt als Prüfliste am Ende.
SOLID
Fünf Prinzipien objektorientierten Entwurfs, die verhindern, dass eine Klasse zu vielen Herren dient.
KISS
Die einfachste Lösung, die das Problem löst. Nicht die eleganteste, die jemand bauen könnte.
DRY
Dieselbe Entscheidung steht an einer Stelle. Kopien laufen auseinander, und zwar still.
Clean Code
Namen, die sagen, was sie meinen; Funktionen, die eine Sache tun; Kommentare, die das Warum erklären.

Deine eigenen Regeln

Die mitgelieferten Invarianten sind die Grundausstattung, nicht die Grenze. Eine bestimmte Schichtung, ein Namensschema, ein Verbot bestimmter Bibliotheken: du hinterlegst sie als eigene Guardrails, und sie werden genauso in jeden Prompt geladen wie die mitgelieferten. Hinterlegst du eine Regel maschinenlesbar, wird sie zusätzlich am Ergebnis geprüft; als Prosa wirkt sie im Prompt.

Aus dem laufenden Betrieb sammelt das System ausserdem Vorschläge für neue Guardrails. Angewandt wird davon nichts von selbst: der einzige Weg in den Katalog führt über deine Freigabe.

Das ist der Punkt, an dem Architektur-Governance aufhört, ein Dokument zu sein, das niemand liest, und anfängt, eine Eigenschaft des Systems zu sein.

Blockierend oder meldend

Jede Regel trägt eine Schwere. Eine blockierende Regel hält den Lauf an, sobald sie verletzt wird; eine meldende erscheint als Hinweis, ohne ihn zu stoppen. Passt eine Regel nicht zu einem Projekt, schwächst du sie mit einer Begründung ab oder schaltest sie befristet aus, wo die Regel das zulässt. Manche Regeln sind strukturell geschützt und bleiben in Kraft.

Was Guardrails nicht leisten

Sie ersetzen kein Review. Ein System, das jeden Schritt gegen dieselben Invarianten prüft, erzeugt konsistenten Code, nicht zwangsläufig richtigen. Ob die Anforderung stimmt, ob der fachliche Zuschnitt trägt, ob die Lösung zum Problem passt: das bleibt deine Entscheidung, und Anvil Coder ist so gebaut, dass sie bei dir bleibt. Welche Aktionen eine Freigabe brauchen, stellst du je Projekt ein.

Wie aus einer Regel im Wiki eine Regel im Lauf wird, mit Kategorien, dem#RULE-Muster und der Vorschlags-Inbox, beschreibt der ArtikelGuardrails für KI-Coding-Agenten.

Für Sicherheitsverantwortliche

Wer den Katalog prüfen muss, bevor er ihn einem Team gibt, findet hier die Fakten.

Acht Stacks im Katalog
Baseline für jeden Stack, dazu Spring Boot, Node/Web, React/Vite, FastAPI, Astro, Next.js und Nuxt. Jedes Projekt bekommt automatisch die Pakete, die zu seiner Technologie passen.
Versioniert
Jedes Regel-Paket trägt eine Fassung. Welche Fassung ein laufender Lauf sieht, ändert sich rückwirkend nie.
Zwei Update-Kanäle
Fast übernimmt die neueste Fassung automatisch. Stable übernimmt eine Fassung erst, wenn wir sie ausdrücklich dafür freigegeben haben.
Signiert
Der Katalog ist mit einem Ed25519-Schlüssel signiert; jede Regel-Datei trägt ihren Fingerabdruck in einem signierten Manifest. Die Regeln, die einen Lauf binden, sind exakt die freigegebenen.

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